Augenarzt Bozen
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Makuladegeneration

Makuladegeneration AMD: Vorsorge, Amsler-Test, Nahrungsergänzung und intravitreale Injektionen

AMD betrifft die Makula und kann Lesen, Autofahren und Gesichtserkennung beeinträchtigen. Entscheidend sind frühe Diagnose, OCT und rechtzeitige Therapie bei feuchter AMD.

Was AMD ist und warum sie ernst genommen werden muss

Die altersbedingte Makuladegeneration, kurz AMD, betrifft die Makula: den zentralen Netzhautbereich für Lesen, Gesichtserkennung, Details und sicheres Autofahren. Sie ist nicht einfach eine normale Alterserscheinung und sollte nicht als gewöhnliche Sehverschlechterung abgetan werden.

Das Risiko steigt ab etwa 55 bis 60 Jahren, besonders bei familiärer Belastung, Rauchen, Bluthochdruck, ungünstiger Ernährung oder früheren Netzhautbefunden. Bei Menschen über 60 Jahren werden in Europa etwa 25% frühe oder intermediäre AMD und rund 2,4% späte AMD beschrieben. Auch in Bozen und Südtirol können viele Betroffene frühe Zeichen haben, ohne es zu merken.

Wirksame Vorsorge: was sinnvoll ist

Sinnvolle Vorsorge beginnt mit einer augenärztlichen Untersuchung inklusive Netzhautbeurteilung und, wenn angezeigt, Makula-OCT. Das OCT zeigt, ob die Makula trocken ist, ob Drusen, Atrophie oder Flüssigkeit vorhanden sind. Eine neue Brille reicht nicht, wenn das Problem in der Netzhaut liegt.

Zu Hause kann das Amsler-Gitter helfen. Es wird mit Nahbrille und jeweils einem Auge verwendet. Werden gerade Linien wellig, entsteht ein zentraler Fleck oder sieht ein Auge plötzlich anders als das andere, sollte rasch eine Abklärung erfolgen. Bei plötzlicher Sehverschlechterung, Schatten oder neuer Verzerrung wartet man nicht auf die Jahreskontrolle.

Nahrungsergänzung: sinnvoll, aber nicht pauschal

Makula-Präparate sind keine allgemeine Versicherung. AREDS2-Formulierungen können bei intermediärer AMD oder fortgeschrittener AMD an einem Auge das Fortschreiten reduzieren, sind aber nicht für alle geeignet und verhindern keine Erkrankung bei unauffälliger Netzhaut.

Vor der Einnahme sollten Stadium, Medikamente, mögliche Wechselwirkungen und die allgemeine Situation beurteilt werden. Die Entscheidung ist medizinisch, nicht kosmetisch.

Wann intravitreale Injektionen notwendig sind

Die feuchte AMD ist dringlicher: krankhafte Gefäße unter der Netzhaut können Flüssigkeit oder Blut verlieren und rasch Verzerrungen oder Sehverschlechterung verursachen. Standardtherapie sind intravitreale Anti-VEGF-Injektionen, wiederholt je nach Befund und OCT-Verlauf.

In unserem privaten Ablauf in Bozen können wir Patientinnen und Patienten aus Bozen, Meran, Bruneck und Brixen untersuchen, OCT durchführen, Aktivität beurteilen und bei klinischer Indikation private intravitreale Injektionen mit enger Verlaufskontrolle organisieren.

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