Augenarzt Bozen
Augenoberflaeche7 Min.

Schilddruesenbedingte Augenerkrankung

Schilddruesenbedingte Augenerkrankung: wenn die Hornhaut gefaehrdet ist

Die schilddruesenbedingte Augenerkrankung ist nicht nur ein kosmetisches Problem. Wenn Lider und Augenoberflaeche die Hornhaut nicht schuetzen, koennen schwere Trockenheit, Erosionen und Sehverschlechterung entstehen.

Was die schilddruesenbedingte Augenerkrankung ist

Die schilddruesenbedingte Augenerkrankung, haeufig im Zusammenhang mit Morbus Basedow, ist eine autoimmune Entzuendung der Orbita. Betroffen sein koennen Augenmuskeln, Fettgewebe hinter dem Auge, Lider und Augenoberflaeche. Sie kann gleichzeitig mit einer Schilddruesenfehlfunktion auftreten, aber auch davor oder danach auffallen.

Typische Hinweise sind weiter geoeffnete oder hervortretende Augen, zurueckgezogene Lider, Schwellung, Roetung, Traenen, Sandgefuehl, Lichtempfindlichkeit oder Doppelbilder. Der Fehler waere, nur die Veraenderung des Aussehens zu sehen und die Hornhaut zu vergessen.

Warum die Hornhaut gefaehrdet ist

Die Hornhaut braucht einen stabilen Traenenfilm. Bei Schilddruesen-Augenerkrankung kann das Auge nach vorne treten, das Oberlid kann zurueckweichen und der Lidschluss nachts unvollstaendig werden. Dieser Lagophthalmus laesst die Hornhaut an der Luft exponiert.

Trocknet die Oberflaeche aus, entstehen punktfoermige Epithelschaeden, Erosionen, Schmerzen, Lichtscheu und unscharfes Sehen. In fortgeschrittenen Faellen kann ein Hornhautulkus entstehen. Das ist nicht der Normalfall, aber genau das soll Fruehdiagnose verhindern.

Warnzeichen, die nicht warten sollten

Menschen mit Schilddruesenerkrankung sollten eine Untersuchung vereinbaren, wenn die Augen hervortreten, die Lider nicht gut schliessen, Trockenheit zunimmt, Brennen bleibt, Schmerzen entstehen, Doppelbilder auftreten oder die Sehschärfe sinkt. Starke Schmerzen, fehlender Lidschluss oder Sehverschlechterung brauchen rasche Abklaerung.

In der Untersuchung pruefen wir Sehschärfe, Augenbeweglichkeit, Lider, Exposition, Augenoberflaeche und Augendruck. Wenn erforderlich, folgen orbitale Bildgebung oder Abstimmung mit der Endokrinologie.

Wie die Abklaerung geplant wird

In Bozen koennen wir die Augenoberflaeche beurteilen, ein gewoehnliches trockenes Auge von Hornhautexposition unterscheiden, Schutz mit kuenstlichen Traenen, Gel, Nachtsalbe oder Verband nach Bedarf planen und entscheiden, wann weitere Abklaerung notwendig ist.

Der Wert der Untersuchung liegt in der fruehen Einordnung: Wie aktiv ist die Erkrankung und wie stark ist die Hornhaut gefaehrdet? Fuer Patientinnen und Patienten aus Bozen, Meran, Bruneck und Brixen sind klare Kontrollen und eine gute Abstimmung zwischen Augenheilkunde und Endokrinologie wichtig.

Quellen

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